DIY: WEICHSPÜLER

Moderne Weichspüler enthalten synthetische Duftstoffe, auf die der Mensch allergisch reagieren kann.  Die Herstellung eines DIY - Weichspülers geht ganz einfach vonstatten, ist umweltschonend und zugleich günstig:

Um das Wasser zu enthärten wird eine Säure benötigt. Ich empfehle Zitronensäure,  da Essigsäure(essenz) eine starke Säure ist und falls Sie den Duft davon auch nicht besonders mögen ist die Zitronensäure eine weniger aggressive Alternative (dank der zugesetzten Säure dient Ihr DIY-Weichspüler auch dazu, Ihre Waschmaschine vor Verkalkung zu schützen). Natürlich könnte man auch frische Zitronen verwenden, doch bin ich der Meinung dass es umweltschonender ist im Labor biotechnologisch hergestellte Zitronensäure zu verwenden, anstatt frische Zitronen aus dem Süden zu uns zu karren und sie dann auszuquetschen und in die Waschmaschine zu schütten... In diesem Fall ist eine biotechnologische meines Erachtens nach Herstellung sinnvoll.



Rezept

Zutaten für 1L Weichspüler:

100ml Rosenwasser/Orangenwasser

50 ml Ethanol (Alkohol)

2 EL Zitronensäure-Granulat

850ml Wasser

1L Flasche

(eventuell 3 Tropfen ätherisches Öl)

Herstellung

Das Wasser mit dem Zitronensäuregranulat vermischen und umrühren.

Ethanol und Rosenwasser hinzufügen.

In eine Flasche abfüllen und beschriften. Fertig.

Wer den Duft ein wenig intensiver bevorzugt, kann noch 3 Tropfen ätherisches Öl hinzufügen.


Dieses einfache Rezept spart nicht nur Geld, sondern vor allem auch Ressourcen, da Sie eine gebrauchte Flasche unzählige Male wiederverwenden können. Mit einer Packung Zitronensäure lassen sich ca. 5L Weichspüler herstellen.


ExtraTipp: Mischen Sie 1:1 Rosenwasser mit Ihrem Bügelwasser und geben Sie so  der Wäsche auch beim Bügeln Ihre persönliche Note.

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NUSS VERSUS LAUS

Blattläuse mögen keine Waschnüsse

Die ersten Blütenknospen meiner Hibiskus-Pflanze wachsen nun eifrig, und ich freue mich schon wieder auf ihre leuchtend pinken Blüten. Bei genauerem Bestaunen der bald zu erwartenden Blüten musste ich mit Schrecken feststellen, dass sich (wie letztes Jahr auch) wiedermal ebenso Blattläuse an meinen Knospen erfreuten. Zum Glück habe ich letztes Jahr ein umweltschonendes Hausmittel entdeckt, das die Blattlaus-Plage schnell und einfach beseitigt.

 

Dazu wird zuerst mal ein Sud aus Waschnüssen hergestellt (Rezept siehe weiter unten). Den abgekühlten Sud mischt man 1:1 mit Wasser und schüttet alles in eine Sprühflasche – am besten eine mit Pumpe vom Baumarkt. Der Waschnuss-Sud und seine seifigen Eigenschaften erschweren es den Tierchen, an den Blättern haften zu bleiben und sie flutschen regelrecht von den Blättern. Wenn man den Sprühstrahl richtig einstellt, kann man mit voller Wasser-Waschnusskraft die Tiere von der Pflanze wegschwemmen. Ich behandle so jedes Blatt und jede Knospe, bis ich keine Läuse mehr entdecken kann. Zum Schluss „dusche“ ich die Waschnuss- und Lauskadaverreste mit dem Gartenschlauch vom Hibiskus.

 

Ich hoffe, mit dieser Methode auch heuer wieder meine Pflanzen lausfrei halten zu können.

Rezept

1L Wasser

4-7 Waschnüsse (je nach Härtegrad des Wassers)


Wasser zum Kochen bringen, Waschnüsse hinzufügen und auf mittlerer Flamme ca. 10 min mitköcheln. Abseihen, in eine Flasche füllen und auskühlen lassen.


Dieses Basis Rezept eignet sich auch für andere Anwendungen wie z.B. Shampoo, Spülmittel und vieles mehr.


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BYE BYE AKNE

Mit Thanaka und Lavaerde Pickel auf sanfte Weise loswerden

Wie jedes Frühjahr entstehen mit den ersten warmen Sonnentagen wieder vermehrt Pickel und Mitesser in meinem Gesicht. Da ich nun schon seit Teenagertagen immer wieder, mal mehr mal weniger, mit diesen lästigen Gesellen kämpfe, und wirklich unzählige Mittelchen ausprobiert hatte, habe ich das vor einiger Zeit einfach aufgegeben und beschlossen keine weiteren Produkte und Stoffe mehr auf meine Gesichtshaut aufzutragen. Ich hatte das Gefühl, dass durch die große Menge an Pflegestoffen nicht nur meine Haut, sondern vor allem meine Pickel regelrecht gedüngt wurden – je mehr Peelings, Tonics und Cremes ich auftrug, desto besser gediehen meine roten und gelben Freunde im Gesicht. Also habe ich auf Anraten meines Hausarztes erstmal garnichts mehr auf meine Haut aufgetragen.

 

Vor allem im Sommer verlangt meine Mischhaut eher nach feuchtigkeitsspendendenen als nach fettreichen Produkten. Am besten hat sich für meine Haut dazu das frische Aloe Vera Gel bewährt. Im Winter hingegen empfinde ich eine schützende fetthaltige Creme als angenehmer.

 

Nachdem ich nun jahrelang jeden Frühling mit Pickeln vor allem auf der Stirn zu kämpfen hatte, haben diese sich heuer ein neues Plätzchen an Kinn und Hals gesucht. Nach einem Wochenende am Meer und dem ersten Badetag des Jahres spürte ich abends wie die klebrigen Reste meiner nicht- naturkosmetischen Sonnencreme anfingen meine Pickel zu nähren (wo bekommt man heute noch hochwertige naturkosmetische Sonnencreme mit physikalischem Sonnenschutz....? aber das ist ein eigenes Blog Thema). Am nächsten Tag schon begrüßten mich unzählige gelbe und rote Freunde auf Kinn und Hals.

 

Nach diesem Ausflug zum Meer hatte ich das Bedürfnis meine Haut gründlich zu reinigen und beschloss den Pickeln den Kampf anzusagen. Zuerst reinigte ich mein Gesicht mit Lavaerde (Anleitung siehe weiter unten). Sobald man Lavaerde mit Wasser anrührt, quillt sie auf und beim Einmassieren in die Haut fühlt es sich ein wenig glitschig an und übt so keine Reibung auf die Haut aus. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Peelings zwar im ersten Moment einen erfrischenden und reinigenden Effekt haben, jedoch auch durch die groben Partikel die Haut mechanisch zu sehr beanspruchen.

 

Nach der Reinigung (Dekolleté und Hals nicht vergessen) rühre ich Thanaka Puder mit Wasser an und trage ein ca. 3 mm dicke Schicht auf Gesicht, Hals und Dekolleté auf. Die Thanaka Maske lasse ich ca. 10 min, oder bis sie eben eingetrocknet ist und zu bröseln beginnt, einwirken. Danach einfach mit lauwarmen Wasser abspülen und aufpassen, dass nichts von dem Thanaka-Rindenpulver in den Augen landet – fühlt sich ähnlich an wie Sand in den Augen. Nach so einem Treatment ist meine Haut nicht nur super-sauber sondern auch straff und glatt.

 

Zum Schluss trage ich noch ein wenig frisches Aloe Vera Gel direkt von der Pflanze auf. Für trockene Partien wie Wangen und Dekolleté empfehle ich, wenn nötig, noch Mandelöl oder Tagescreme je nach Hauttyp.

 

Diese Behandlung habe ich 3 Tage konsequent morgens und abends durchgeführt - schon nach 24 h waren die Pickel nicht mehr entzündet und am Abheilen. Es sind auch nach dieser "Kur" im Gegensatz zu vorherigen Pickel-Bekämpfungs-Versuchen, keine weiteren neuen mehr hinzugekommen.

Die stark entzündungshemmende Wirkung kommt durch die im Thanaka Puder enthaltenen antioxidativen und entzündungshemmenden Inhaltsstoffe zustande (siehe dazu Studie von WANGTHONG S. et al., 2010).

 

Ich reinige die Haut jetzt noch immer 2 mal täglich mit Lavaerde, die Thanaka Maske trage ich jedoch nur noch einmal pro Tag auf. Das werde ich noch 2 Wochen so weiter praktizieren - danach nur noch 2-3 mal wöchentlich die Thanaka Maske auftragen und die Lavaerde je nach Bedarf – man spürt ja mit der Zeit selbst am besten, wenn die Haut eine extra gründliche Reinigung braucht.

Rezepte

Lavaerde Gesichtsreinigung

2TL Lavaerde 

2-3TL Wasser


Wasser und Lavaerde zusammen mischen und 2 min quellen lassen. Gesicht anfeuchten, Lavaerde auftragen und sanft einmassieren, nicht zu fest rubbeln – das ist dank der waschaktiven Tonmineralien auch nicht notwendig. Mit reichlich Wasser abspülen.

Maske mit Thanaka Puder

2TL Thanaka Puder

2-3TL Wasser


Wasser und Thanaka Puder zusammen mischen und solange rühren, bis eine Paste entsteht. Auf die trockene Gesichtshaut auftragen und ca. 10 min - oder bis die Maske eingetrocknet ist und zu krümeln beginnt - einwirken lassen. Danach mit lauwarmem Wasser abspülen.

 

WANGTHONG S. et al. Biological activity and safety of Thanaka (Hesperethusa crenulata) stem bark. Journal of Ethnopharmacology 132(2010)

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LIVE TOXFREE

 

Auf meinem TOXFREE Blog möchte ich meine Erfahrungen und Gedanken über Naturkosmetik, Ernährung, Umweltschutz und nachhaltigen Lebensstil mit Euch teilen.

 

Während meines Studiums der Ernährungswissenschaften habe ich mich ausgiebig mit gesunder Ernährung und Naturkosmetik beschäftigt. Beides gehört für mich zusammen – ich möchte chemische Zusatzstoffe weder essen noch sie mir auf die Haut schmieren. Die Haut ist ja bekanntlich unser größtes Organ und leistet wichtige Beiträge zur Entgiftung. Sie ist ein Spiegel für unser Inneres, da sich Krankheiten (ob physisch oder psychisch) in Form von Hautveränderungen bemerkbar machen können (Ekzeme, Allergien, Schuppenflechte usw.). Da auch vorgefertigte naturkosmetische Produkte eine Vielzahl an Wirk- und Zusatzstoffen enthalten können, ist es leicht möglich dass diese Menge an unterschiedlichen Stoffen die Haut überfordert und sie darauf allergisch reagiert.

 

Anstelle vorgefertigter Produkte möchte ich althergebrachte Hausmittel aus aller Welt für die Allgemeinheit wieder verfügbar machen. - Nach Maßgabe mit wissenschaftlichem Hintergrund. Die genaue Wirkungsweise althergebrachter, traditioneller Pflanzenauszüge kann erst heute durch unsere modernen technischen Möglichkeiten voll erforscht und verstanden werden. Hier möchte ich mich einbringen und Euch den Missing Link zwischen Überlieferung und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen - soweit vorhanden - anbieten.


Ich würde mich über Eure Kommentare, Ratschläge und Erfahrungsberichte freuen. Der Blog sollte mit der Zeit eine Plattform für alle darstellen, die sich gerne über die genannten Themen austauschen möchten.

Ich würde mir wünschen, damit einen Beitrag zu einem nachhaltigen, umweltverträglichen und gleichzeitig respektvollen Umgang, mit den von Mutter Natur zur Verfügung gestellten Rohstoffen. leisten zu können.
Love&Light

Alina

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